ABB präsentiert den TOSA in Paris

3. Dezember 2015 – Das innovative Elektrobus-System von ABB, das ohne Oberleitungen auskommt und sich in Genf bewährt hat, war eines der Highlights der Präsentation von nachhaltigen Transportsystemen, die anlässlich des UN-Klimagipfels COP 21 am Mittwoch beim Eifelturm abgehalten wurde.

Diese Ausstellung wurde von RATP organisiert, dem staatlichen Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs im Grossraum Paris. Die Ausstellung zeigte Lösungen für die Zukunft des städtischen Transportwesens. Das TOSA-System von ABB war dabei die einzige, gänzlich von elektrischer Energie angetriebene Lösung für einen Gelenkbus.

In Genf bewährt
ABB Schweiz entwickelte für den TOSA in Genf und Turgi sowohl die Traktionsausrüstung als auch die vollautomatische und ultraschnelle Ladetechnologie. Der Gelenkbus, der ohne Oberleitung auskommt, wurde im Sommer 2013 in Genf lanciert. Seither verkehrt er auf der Buslinie, die den Flughafen mit dem Palexpo-Messegelände verbindet. Für den städtischen Nahverkehr mit seinen hohen Kapazitätsanforderungen entwickelt, kann der Gelenkbus in lediglich 15 Sekunden an dafür ausgerüsteten Haltestellen zwischengeladen werden, während die Passagiere ein- und aussteigen. An den Endhaltestellen bleibt Zeit für längeres Aufladen.

Enormes Interesse
«Das enorme Interesse am TOSA an dieser Ausstellung in Paris zeigt die attraktiven Geschäftsaussichten dieser Lösung auf», so Olivier Augé, globaler Produktmanager von ABB für TOSA. «Städtische Verkehrsbetriebe weltweit planen, auf Technologien mit geringeren Emissionen umzustellen. Viele informieren sich über unsere Systeme, die lokal gar keine schädlichen Emissionen für die Atmosphäre verursachen, als mögliche Lösungen.» In Paris setzt sich die RATP zum Ziel, bis 2025 80 Prozent ihrer Busse mit elektrischer Energie zu betreiben.

Platz für über 140 Passagiere
Ein gelenkter beweglicher Arm auf dem Dach des TOSA verbindet sich für die Zwischenaufladung automatisch mit dem in der Haltestelle integrierten Kontakt in weniger als einer Sekunde. Diese Einrichtung und die ultraschnelle Flash-Aufladung minimieren die benötigte Zeit an der Haltestelle. Die Energie wird in kompakten Batterien auf dem Dach gespeichert, um mehr Platz für Passagiere zu schaffen. Der Elektrobus kann auch Bremsenergie rekuperieren, was den Gesamtbedarf des Fahrzeugs weiter reduziert. Mit einer Länge von 18.75 Metern bietet der TOSA Raum für 143 Passagiere.

Keine Oberleitungen notwendig
Ein weiterer Vorteil des TOSA – verglichen mit Trolleybussen oder Strassenbahnen: Er benötigt auf seiner Route nur punktuell eine Infrastruktur, was sowohl die visuellen Beeinträchtigungen durch Oberleitungen wie auch den Unterhalt dafür aus der Welt schafft.

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