ABB reorganisiert Automationsdivisionen, um Wachstumschancen besser zu nutzen

Zürich, Schweiz, 27. Nov. 2009 – ABB verändert die Aufstellung der Automationsdivisionen, um sich besser auf das Kundenspektrum auszurichten. Damit sollen Wachstumschancen im Service konsequenter ausgeschöpft und die Präsenz in der diskreten Fertigungsindustrie ausgebaut werden. Zudem hilft die neue organisatorische Ausrichtung, Chancen aus der wachsenden Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen besser zu nutzen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 werden die Geschäftseinheiten der Divisionen Automationsprodukte und Robotik zu zwei neuen Divisionen zusammengefasst: Industrieautomation und Antriebe sowie Niederspannungsprodukte. Die Division Prozessautomation bleibt in der jetzigen Form bestehen und wird lediglich um das Instrumentierungsgeschäft der Division Automationsprodukte ergänzt.

„Das Automationsgeschäft von ABB mit seiner Ausrichtung auf Produktivität und Energieeffizienz birgt enormes Wachstumspotenzial“, sagt Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. „Wir richten uns stärker am Markt aus, indem wir Geschäftsfelder mit ähnlichen Kunden, Technologien und Servicemodellen bündeln. Damit können wir künftig noch schneller Lösungen für unsere Kunden entwickeln.“

Die neuen Divisionen setzen sich folgendermassen zusammen:

  • Die neue Division Niederspannungsprodukte umfasst Geschäftsbereiche, die hauptsächlich Niederspannungsprodukte mit geringerem Wartungsbedarf für den Verkauf an Grosshändler, Original Equipment Manufacturer (OEMs) und Systemintegratoren produzieren. Die Division erzielte 2008 mit rund 19'000 Mitarbeitern einen Proforma-Umsatz von 4.8 Mrd. USD.
  • Die neue Division Industrieautomation und Antriebe umfasst Produkte und Systeme, die in der diskreten Fertigungsindustrie zur Anwendung kommen (z.B. Roboter und Programmable Logic Controller, PLCs) und in Fabriken für Antrieb sorgen (Motoren und Antriebe). All diese Produkte helfen den Kunden, die Produktivität und Energieeffizienz ihrer Anlagen zu steigern. Ausserdem hält die Division ein breit gefächertes Angebot für den Sonnen- und Windenergiesektor und die Bahnindustrie bereit. Diese Produkte werden hauptsächlich an Original Equipment Manufacturer (OEMs), Systemintegratoren und direkt an Endkunden verkauft und erfordern einen intensiveren, massgeschneiderten Service. Die Division erzielte 2008 mit ebenfalls rund 19'000 Mitarbeitern einen Proforma-Umsatz von 6.6 Mrd. USD.
  • Die Division Prozessautomation bleibt in der jetzigen Form bestehen und wird lediglich um das Instrumentierungsgeschäft von ABB erweitert, das zurzeit der Division Automationsprodukte angehört. Dieser Schritt wird die Prozessautomationsplattform der Division stärken, weil Instrumente zur Messung von Temperaturen, Durchfluss, Druck etc. für die Optimierung von Industrieprozessen eine bedeutende Rolle spielen. Die Division erzielte 2008 mit rund 29'500 Mitarbeitern einen Proforma-Umsatz von 8.4 Mrd. USD.

ABB wird für die neue Organisation zusammen mit den kommenden Q4-Ergebnissen Proforma-Zahlen für den Auftragseingang, den Umsatz und den Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum 2007 bis 2009 nennen. Ausserdem werden dann die mittelfristigen Finanzziele der Divisionen für 2007 - 2011 im Hinblick auf die neue Struktur angepasst.

Die Reorganisation des Automationsgeschäfts führt zu verschiedenen Änderungen im Management, die zum 1. Januar 2010 wirksam werden.

Tom Sjökvist, zur Zeit für die Division Automationsprodukte verantwortlich, wird Leiter der neuen Division Niederspannungsprodukte. Sjökvist hat das Niederspannungsgeschäft viele Jahre lang erfolgreich geleitet und die Division Automationsprodukte auf ein neues Rentabilitätsniveau geführt.

Ulrich Spiesshofer, zur Zeit in der Konzernleitung für die Konzernentwicklung verantwortlich, übernimmt die Leitung der Division Industrieautomation und Antriebe. Spiesshofer trat 2005 in die ABB ein und hat seither strategische Wachstumsfelder wie das Servicegeschäft vorangetrieben. Zudem hat er eine zentrale Rolle bei der Optimierung der weltweiten Präsenz von ABB und dem 2-Mrd.-USD-Kostensenkungsprogramm gespielt.

Anders Jonsson, zur Zeit Leiter der Division Robotik, bleibt Mitglied der Konzernleitung und übernimmt die Verantwortung für die weitere Umsetzung des Kostensenkungsprogramms sowie der Global-Footprint-Initiative von ABB. Mit dieser Initiative gleicht ABB die verfügbaren Ressourcen mit den regionalen Wachstumschancen ab. Jonsson hat das Robotikgeschäft erfolgreich positioniert und auf langfristiges profitables Wachstum ausgerichtet.

Veli-Matti Reinikkala bleibt Leiter der Division Prozessautomation.

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