Neuer fahrleitungsloser Elektrobus mit ultra-schnellen Ladestationen in Genf eingeführt

2013-05-26 - Baden, 26. Mai 2013 – Seit heute fährt in Genf der erste rein elektrisch betriebene Gelenkbus für den städtischen Massentransport, der dank ABB-Technologie ohne Oberleitung auskommt. Bundesrätin Doris Leuthard weihte anlässlich des internationalen Fachkongresses für öffentliches Transportwesen UITP den Bus feierlich ein.

ABB Schweiz entwickelte in Genf und Turgi sowohl die Traktionsausrüstung als auch die neue vollautomatische und ultraschnelle Ladetechnologie für den elektrisch betriebenen Gelenkbus, der nach den Projektpartnern TOSA genannt wird. ABB arbeitete in diesem Projekt mit den Genfer Verkehrsbetrieben TPG, dem Wirtschaftsförderungsbüro OPI und dem Genfer Energieversorger SIG zusammen.

Das neuartige vollautomatische Anschlusssystem für die Ladung der Batteriespeicher leistet damit einen Beitrag zum emissionsfreien Massentransport im öffentlichen Nahverkehr. Der Bus lädt sich an den planmässigen Stopps an den Haltestellen in nur 15 Sekunden auf, während die Fahrgäste ein- und aussteigen. Da er keine Oberleitungen benötigt und je nach Topographie nur an jeder dritten oder vierten Haltestelle aufgeladen werden muss, ist er auch flexibler in der Routenplanung.

Die erste von den öffentlichen Genfer Verkehrsbetrieben TPG betriebene Buslinie verbindet im Pilotbetrieb die stark frequentierte Strecke vom Genfer Flughafen zum internationalen Messezentrum Palexpo.

Der Bus sieht innen aus wie ein üblicher Trolleybus. Statt des herkömmlichen Stromabnehmers zur Oberleitung verbindet sich jedoch ein beweglicher Arm auf dem Dach des Busses mit einem in der Haltestelle integrierten Kontakt. Der für die Buslinie benötigte Strom stammt zu 100 Prozent aus Wasserkraftwerken der SIG.

"Das TOSA-System mit der ultraschnellen Aufladung ermöglicht eine neue Generation von Elektrobussen für den emissionsfreien städtischen Nahverkehr. Zudem wahrt der Busbetrieb ohne Oberleitungen das Stadtbild", sagt Remo Lütolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ABB Schweiz.

Im Rahmen der Schnellladung können die Batterien der Busse an den Haltestellen entlang der Strecke in nur 15 Sekunden mit 400 kW nachgeladen werden. An den Endhaltestellen erfolgt eine vollständige Aufladung in drei bis vier Minuten. Diese Ladetechnik wird auch als ultraschnelle Flash-Aufladung bezeichnet. Dank eines innovativen elektrischen Antriebssystems kann die Energie zusammen mit der Bremsenergie des Fahrzeugs in kompakten Batterien auf dem Busdach gespeichert werden. Die gespeicherte Bremsenergie kann dann wieder zum Beschleunigen des Fahrzeuges genutzt werden.

ABB ist führend in der Energie- und Automationstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung und der Industrie, ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen etwa 145’000 Mitarbeitende, davon rund 7‘000 in der Schweiz.

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