Die Weltgemeinschaft hat endlich erkannt, dass billige und unerschöpfliche Energie nicht länger selbstverständlich ist, und dass die steigende Nachfrage sowohl die Umwelt als auch die Lebensqualität schädigt.
Die Anstrengungen, den Energieverbrauch zu senken und den Einsatz von erneuerbaren Energien zu erhöhen, werden durch den steigenden weltweiten Energiebedarf eingedämmt. Zudem ist es teuerer, die Energie von Sonne, Wind, Wellen oder aus fossilen Brennstoffen zu gewinnen.
Inzwischen sind sich die Regierungen jedoch einig, dass die Steigerung des weltweiten Lebensstandards nicht auf Kosten der Umwelt erreicht werden darf, sondern durch eine effiziente Nutzung der Energie.
Bei einer Zusammenkunft im Juli 2008 in Japan verpflichteten sich die führenden Politiker der 16 größten Wirtschaftsnationen, unter anderem aus der USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, China, Brasilien, Indien und Russland, in einer gemeinsamen Erklärung darauf, die „Energieeffizienz signifikant zu verbessern, kostengünstig Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und die Energiesicherheit zu vergrößern.“
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Schritte, die in Schlüsselländern und Regionen wie der EU, den USA, China und Indien unternommen werden, um die Energieeffizienz zu steigern.
Die Europäische Union
Im Jahr 2007 verabschiedete die EU eine konkrete
Zielvorgabe für Treibhausgasemissionen und einen Aktionsplan zu ihrer Umsetzung. Die 27-Länder-Gruppe verständigte sich darauf, die Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu reduzieren und 20 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken.
Die EU verpflichtete sich darüber hinaus darauf, Emissionen bis zu 30 Prozent zu verringern. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass andere Wirtschaftsnationen sich für vergleichbare Ziele einsetzten.
Die Vereinigten Staaten
Durch verschiedene Programme versuchen die USA ihre Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren und fördern Programme für eine bessere Energieeffizienz und den Einsatz von alternativen Energien.
Einige Staaten haben die Problematik selbst in die Hand genommen. Zehn nord-östliche Bundesstaaten haben The
Regional Greenhouse Gas Initiative im Dezember 2005 unterzeichnet. Die Unterzeichner wollen die Emissionen aus Kraftwerken bis 2018 um 10 Prozent reduzieren.
Kalifornien, der weltweit zwölftgrößte Emittent von Treibhausgasen, hat im August 2006 ein Gesetz verabschiedet, nach dem bis 2020 die CO
2-Emissionen um 25 Prozent zu senken sind.
China
China ist mit über 12 Prozent Anteil am globalen CO
2-Ausstoß der zweitgrößte Emittent nach den USA. Der neue,
fünfjährige Entwicklungsplan führt Energie- und Umweltherausforderungen als Prioritäten auf.
Der Plan für den Zeitraum 2006 bis 2010 fordert die 20%-ige Reduzierung des Energieverbrauchs pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Er will auch die Emissionen der Hauptverursacher um 10 Prozent reduzieren.
Ein Gesetz zur Förderung von sauberer Produktion ist in China 2003 in Kraft getreten und nimmt die Regierungen auf allen Ebenen in die Pflicht, vorrangig die Produkte zu erwerben, die Energie- und Wasserersparnis sowie Abfallverwertung und Umweltschutz zu fördern, und die Ressourcen zu schonen.
Indien
2001 hat Indien im Rahmen der Zielvorgabe, bis 2012 Strom für alle Menschen in Indien zu gewährleisten, ein
Energiespargesetz verabschiedet. Darin hat die Regierung Energieeffizienz als beste Option definiert, um die Lücke zwischen Versorgung und Nachfrage zu verringern.
Andere nationale Maßnahmen
Die Studie der Internationalen Energie Agentur
The Experience with Energy Efficiency Policies and Programmes in IEA Countries beschreibt die Erfahrungen, die die Mitgliedsstaaten bisher mit dem Thema Energieeffizienz gemacht haben.