Frische Brise für Offshore-Windparks

ABB liefert die Technologie, die es dem deutschen Energieversorgungsunternehmen transpower ermöglichen wird, den weltweit am weitesten vom Festland entfernten Offshore-Windpark bei minimaler Umweltbelastung an das deutsche Stromnetz anzubinden.



Anbindung emissionsfreier Stromquellen an das Netz? Natürlich.

Der 400-Megawatt-Windpark, der sich in 130 Kilometer Entfernung von der Küste in der Nordsee befindet, soll 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr einsparen, da sich dadurch die Erzeugung entsprechender zusätzlicher Strommengen mit fossilen Brennstoffen erübrigt.

ABB bindet diesen weltweit am weitesten vom Festland entfernten Windpark mithilfe der Hochspannungs-Gleichstromübertragungstechnologie (HGÜ bzw. HVDC) an. Obwohl die HGÜ-Technologie schon seit mehr als 50 Jahren existiert, wurden erst mit der Entwicklung der Technologie HVDC Light von ABB vor etwa 10 Jahren die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, Windparks weit entfernt von der Küste zu bauen.

Dank der Technologie von ABB können Windparks weiter entfernt von der Küste gebaut werden.



Deutschland strebt an, bis 2020 20 Prozent des Stroms, den das Land benötigt, aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen. Im Jahr 2007 betrug der Anteil ca. 14 Prozent. Die Windkraft machte im vergangenen Jahr ungefähr 40 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen aus. Da die besten Standorte an Land jedoch bereits erschlossen sind, wenden sich die deutschen Energieversorger jetzt Offshore-Standorten zu.

Der wichtigste Vorteil von Offshore-Standorten ist das enorme Windpotenzial, das auf dem Meer genutzt werden kann. Die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten sind rund 20 Prozent höher als an Land. Der resultierende Energieertrag von Windkraftanlagen ist um bis zu 70 Prozent höher.



ABB ist der weltweit grösste Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Windturbinenhersteller.
Die Anbindung per Drehstrom ist zwar eine kostengünstige Lösung für die Anbindung kleinerer, küstennaher Offshore-Windparks an das Stromnetz. Für entfernter gelegene Offshore-Windparks hat sich jedoch HVDC Light als beste Technologie erwiesen.

Mit HVDC Light kann die Leistung umfassend geregelt werden, so dass die schwankenden Stromliefermengen von Windparks nicht zu Netzstörungen führen können. Die HVDC-Light-Übertragungssysteme sind zudem äusserst effizient und weisen auch über grosse Entfernungen nur sehr geringe Übertragungsverluste auf.

Der Einsatz ölfreier Seekabel bis zur Küste und die daran angeschlossenen unterirdisch verlegten Kabel bis zu einer Unterstation, die sich 75 Kilometer von der Küste entfernt im Hinterland befindet, sind weitere Massnahmen, mit denen bei dieser Übertragungstechnologie für das Projekt BorWind1 die Umwelt geschützt wird. Der Windpark mit 80 Turbinen soll planungsgemäss 2009 in Betrieb genommen werden.

Die Offshore-Windkraftkapazität ist zwar derzeit noch gering, wächst aber schneller als die Kapazität von Binnenwindparks. Die 20 Mitgliedsländer der IEA Wind, einer Unterorganisation der Internationalen Energieagentur, steigerten die Offshore-Windkraftkapazität von 2006 bis 2007 um 26 Prozent. Die Windkraftkapazität von Anlagen im Binnenland wuchs im Vergleich dazu nur um 21 Prozent.

ABB ist der weltweit grösste Anbieter elektrotechnischer Produkte und Dienstleistungen für Windturbinenhersteller. Das Angebot des Unternehmens reicht von Generatoren über kompakte Unterstationen bis hin zu Netzanbindungen.

Last edited 2009-12-09
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