Die Kunden im Zentrum

5. Mai 2010 – Vergangene Woche fand die Automation World 2010 in Baden-Dättwil statt. Rund 130 Kunden nahmen an dieser mit viel ABB-Technologie gespickten, von ABB organisierten Fachtagung zur Automationstechnik teil. Ein voller Erfolg!

Helmut Gänswein und Alfred Aichinger hatten eingeladen – und rund 130 Kundinnen und Kunden folgten ihrem Ruf ins Forschungszentrum nach Baden-Dättwil. Denn der Tag bot nicht nur sehr viele technische Informationen über ABB-Innovationen, anregende Gespräche in den Pausen und vor den Ausstellungsexponaten, sondern auch einen sportlichen Ausklang und damit verbundenes Training der Lachmuskeln. Aber davon später.


Volles Haus in Dättwil

Nach Kundenbedürfnis aufgestellt
Zuerst stellte Max Wüthrich, Leiter Verkauf Schweiz, den anwesenden Ingenieuren, Systemintegratoren, Anlagen- und Schaltanlagenbauern, Anlagenbetreibern und Vertretern von Ingenieur- und Planungsbüros die Service- und Verkaufsorganisation von ABB Schweiz vor. "Wir sind so aufgestellt, wie es den Bedürfnissen der Kunden entspricht. ABB arbeitet ganz im Dienste unserer Kunden und ihrem Erfolg", unterstrich Wüthrich. Gregor Kilian, Manager Regional Market Unit von ABB Deutschland, spann den Bogen weiter auf das weltweite Produktportfolio des Konzerns und der in der Automationstechnik involvierten Branchen.

Interessante Fachreferate
Nach den ersten beiden Referaten im Euler-Saal konnten die Kunden ihr Tagesprogramm anhand der jeweils vier parallel laufenden Fachreferate nach ihren Bedürfnissen individuell zusammenstellen. Zur Auswahl standen Themen wie Sicherheit in der Automation, effiziente Energienutzung, die neuesten Trends in der Automationswelt, Robotics, effiziente Leit- und Antriebssysteme oder Durchflussmessungen. Bei diesem reichen Rahmenprogramm keine einfache Wahl, wie einige der Eingeladenen meinten, "man hätte sich anhand des interessanten Programms vierteilen müssen." Geschätzt wurde auch die Fragerunde, bei der sich die Anwesenden weitere Informationen holen konnten.

Die Zukunft der Energieversorgung
In noch lockererem Rahmen und bei wunderschönem Wetter wurde dann beim Stehlunch im Garten der Kontakt zwischen ABB-Spezialisten und Kunden gepflegt, ehe Jasmin Staiblin, Vorsitzende der Geschäftsleitung, das Plenum in die Zukunft der Energieversorgung führte. Die globalen Herausforderungen – Klimawandel, Zunahme des Energiebedarfs und Verknappung der natürlichen Ressourcen – werden Wirtschaft und Gesellschaft prägen. ABB kann mithelfen, diese grossen Aufgaben zu bewältigen. So gewähren unsere Produkte und Systeme die Versorgungssicherheit in den sich schnell und umfassend wandelnden Energienetzen.

Geringere Emissionen dank Drehzahlregelung
Mit den Lösungen für die effizientere Nutzung von Energie leistet ABB einen wichtigen Beitrag, um die drei genannten Herausforderungen angehen zu können. Ein Indiz dafür: Mit den weltweit installierten Niederspannungsantrieben von ABB wird schon heute durch Drehzahlregelung jährlich ein CO2-Ausstoss vermieden, der rund dem Dreifachen der gesamten schweizerischen Jahresemission dieses Treibhausgases entspricht.

Andrang in den Workshops
Nach weiteren, intensiven Workshops fanden sich die Teilnehmenden von Automation World am frühen Abend zum abschliessenden Gastvortrag ein. Den bestritt Urs Meier, der prominente ehemalige Fifa-Referee und siebenmalige Schweizer Schiedsrichter des Jahres. Titel: "Zwischen den Fronten, Entscheiden unter Druck".

Packender Gastreferent Urs Meier
Mit seiner witzigen, energiegeladenen Art und zahlreichen Anekdoten aus seiner langen Karriere schaffte es der Würenloser spielend, eine allfällige Tagungsmüdigkeit ins Abseits zu stellen – etwa mit seiner lautmalerischen Nacherzählung einer Begegnung mit der Torwartlegende Oliver Kahn oder mit seiner Sicht der Ereignisse beim denkwürdigen EM-Spiel Portugal gegen England, bei dem er mit einer (berechtigten) Torannulation in der 89. Minute halb England gegen sich aufbrachte. Fürwahr eine aussergewöhnliche Drucksituation.

Entscheiden unter Druck
Aufschlussreich seine Ausführungen, wonach ein Schiedsrichter sechs Entscheidungen pro realer Spielminute bei einem Durchschnittspuls von 160 zu fällen hat. Anders als im Geschäftsleben bleibt kaum Zeit für Reflexion, aber genau wie in der Ökonomie gilt es, etwas ganz oder gar nicht zu tun und nach jedem noch so vermeintlich wichtigen Entscheid nicht nachzulassen, denn Spiel und Wirtschaft laufen weiter.


Urs Meiers Vortrag - eine äusserst unterhaltsame Lehrstunde

Last edited 2010-05-05
      • Twitter
      • Facebook
      • LinkedIn
      • Weibo
      • Drucken
      • E-Mail
    Alfred Aichinger
    chabb119 a978abe6a840ebaac125771a0030d185