7. November 2008 – «Talente – Trends – Technologie»: Die ABB-Diskussionsplattform widmete sich dieses Jahr dem Thema Talente. Geleitet von TV-Moderator Reto Brennwald und verfolgt von 150 Gästen wurde im Studio 2 des Schweizer Fernsehens (tpc) das Thema „Talente finden, fordern, fördern“ diskutiert.
Dienstag, 17 Uhr im Fernsehstudio 2 in Zürich-Leutschenbach. Jasmin Staiblin, Landeschefin von ABB Schweiz, begrüsst eine hochkarätige
Expertenrunde und gegen 150 Gäste aus Bildung, Wirtschaft und Politik. Ebenfalls Platz genommen haben Naturwissenschafterinnen und Ingenieure, die während des Nachmittags bereits durch das Forschungszentrum Dättwil geführt worden waren. Die Kameras sind in Position, Reto Brennwald bittet die Experten in den Ring.

Ein Film wird eingespielt. Talente – Kids mit Globi in der Krippe, Lernende, Szenen aus der Technikerschule. Das Thema ist lanciert. Im Stil der Fernsehsendung Arena wird jetzt diskutiert. Was bedeutet Talent? Wen soll man fördern? Und wie? Einigkeit besteht darüber, dass die Schweiz auf die Förderung insbesondere naturwissenschaftlichen Nachwuchses angewiesen ist.
Ein zweiter Film – Thema: Wie begegnen wir dem Fachkräftemangel. Brennwald moderiert souverän, nun wird kontrovers diskutiert. Wie gut oder schlecht ist unser Bildungssystem. Welche Aufgabe hat die Politik, welche die Wirtschaft. Einig sind sich die Diskutierenden darüber, dass die Schweiz auf ausländische Fachkräfte angewiesen ist. Was aber nicht ausschliesst, dass Schweizer Bildungsinstitute international ausgerichtet und den Bedürfnissen des Marktes angepasst werden müssen. Sprich: Naturwissenschaftliche Fächer müssen stärker gewichtet, Talente erfasst, das Prestige des Ingenieurberufes gehoben werden.
Dritter Film – und die Frage: Gibt’s hierzulande überhaupt genügend Potenzial? Und wenn ja – wo? Man wird fündig: Internationaler Austausch von hoch qualifizierten Studenten und Praktikanten, aber auch von Lehrlingen. Sensibilisierung der Mädchen auf technische Berufe, Förderung der Frauen, Strukturen für Familien, Rekrutierung älterer, erfahrener Kräfte. Und eine Verbesserung des Prestiges von Ingenieuren und Naturwissenschaftern in der Gesellschaft.
Abschliessende Antworten oder gar Lösungen bekamen die Gäste nicht zu hören. Wohl aber fundierte Aussagen und Meinungen von Leuten, die ihr Wissen und ihre Meinung engagiert eingebracht und eine Basis auch für kontroverse Diskussionen rund um das Thema Talente und deren Förderung gelegt hatten.
Es diskutierten:
Thomas Daum, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband
Eva Marie Haberfellner, Leiterin Schule Schloss Salem
Thomas Held, Direktor Avenir Suisse
Otto Ineichen, Unternehmer und Nationalrat FDP
Björn Johansson, Headhunter
Gerhard Pfister, Institutsleiter und Nationalrat CVP
Ursula Renold, Direktorin Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT
Fritz Schiesser, Präsident ETH-Rat
Walther Ch. Zimmerli, Präsident Technische Universität Cottbus
Moderation: Reto Brennwald, SF DRS